Der Tisch ist reserviert, die Küche vorbereitet – und die Gäste kommen einfach nicht. No-Shows gehören zu den ärgerlichsten Verlusten in der Gastronomie, weil der Platz meist nicht mehr kurzfristig vergeben werden kann. Ganz verhindern lassen sie sich nicht, aber mit einfachen Mitteln deutlich seltener machen. In diesem Artikel erfährst du in vier Schritten, wie das geht.

Schritt 1: Verstehen, was No-Shows kosten

Ein kleines Rechenbeispiel zeigt, wie schnell sich leere Tische summieren:

Beispiel: No-Shows in einem Monat
WertBeispiel
Nicht erschienene Reservierungen pro Woche3
Personen je Reservierung3
Durchschnittliche Rechnung pro Person40 €
Verlorener Umsatz pro Woche360 €
Verlorener Umsatz pro Monat≈ 1.440 €

Dazu kommen vorbereitete Ware und Personal, das trotzdem bezahlt wird. Zähle deshalb einen Monat lang mit, wie viele Reservierungen bei dir ausfallen.

Schritt 2: Bestätigen und erinnern

Die meisten No-Shows passieren nicht aus böser Absicht – die Reservierung wurde schlicht vergessen. Deshalb helfen zwei einfache Dinge:

  • Sofortige Bestätigung: Direkt nach der Buchung eine Nachricht mit Datum, Uhrzeit und Personenzahl.
  • Erinnerung vorher: Am Tag vorher oder am selben Morgen noch einmal kurz erinnern.
  • Kontakt erfragen: Bei jeder Reservierung Telefonnummer oder E-Mail aufnehmen.

Schritt 3: Absagen leicht machen

Wer absagen will, sollte das mit einem Klick tun können – nicht nur telefonisch zu Öffnungszeiten. Ein Link zum Absagen oder Ändern in der Bestätigung genügt. Jede rechtzeitige Absage ist ein Tisch, den du noch vergeben kannst, zum Beispiel an Gäste auf einer Warteliste.

Schritt 4: Klare Regeln für große Gruppen und volle Abende

  • Anzahlung bei Gruppen: Für große Tische oder besondere Abende eine Anzahlung verlangen, die bei Erscheinen verrechnet wird.
  • Regeln vorher nennen: Gäste müssen vor der Buchung wissen, was bei Nichterscheinen gilt.
  • Warteliste führen: An gefragten Abenden Interessenten notieren und bei Absagen sofort nachrücken lassen.
  • Mit Augenmaß: Stammgäste nicht mit strengen Regeln verärgern – die Regel ist für Ausnahmen da.

Checkliste

  • Einen Monat lang No-Shows zählen
  • Bei jeder Reservierung Kontaktdaten aufnehmen
  • Bestätigung direkt nach der Buchung senden
  • Am Vortag oder Morgen erinnern
  • Absagen per Link ermöglichen
  • Für Gruppen eine Anzahlung festlegen und vorher kommunizieren